Vorwort

Im Alter von 32 Jahren kam ich bei den Marienschwestern in Darmstadt zum Glauben. Seit vielen Jahren bin ich Mitglied der Nordelbischen Landeskirche (Denkfreiheit) und regelmäßiger Besucher der Anskar-Kirche Hamburg (Glaubenszentrierung). Ich bin Mitglied in dem Verein: Messianisches Leben und Lernen Hamburg e.V. (Das messianische Judentum war ursprünglich das Herzstück der Kirche, es war das bestimmende Element im 1. Jh.).

"Das NT ist Dokument und Feld eines Gesprächs, in dem Menschen von jeweils verschiedenen Voraussetzungen aus mit- und gegeneinander sprechen. Solcher Dialog darf nicht nivelliert werden, so dass die Unterschiede und Gegensätze verschwinden... Jede Vereinfachung, die das ursprünglich Mannigfaltige in ausgefahrene Gleise zwingt, ist Sünde gegen den Geist" (E. Käsemann, Pln. Perspektiven, 118).

"Ich gehöre zu Paulus, ich zu Apollos und ich zu Kephas" (1Kor 1,12) - christlichen Glauben gibt es von Anfang an nur in Pluralität. Viele (theologisch verschiedene) Glieder - ein Leib (1Kor 12,13): Deshalb gibt es die Einheit der Kirche nie vorfindlich, sondern nur für den Glaubenden.

Das Wort Gottes ist kein göttliches Esperanto. Die Bibel ist Gotteswort in Menschenwort, das jeweils geschichtlichen Ort hat. Die Offenbarung ist ewig, aber wir haben sie nur in vergänglichen, irdischen Gefäßen. Bilder und Vorstellungen sind vergänglich.

Gott und Jesus Christus können wir nicht systematisieren - Probleme einer bergifflichen Theologie (dagegen die narrative Theologie des AT). Verpflichtender Maßstab ist das AT und NT.



Lilo Merzrath, Oberstraße 18 d, D-20144 Hamburg